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27. Januar 2005

Das Ende der Leidenszeit

Die aktuelle Browsergeneration ist endlich normenkonform. Dadurch wird es möglich, mit altbekannten Technologien schlanke und leicht zu wartende Webseiten zu realisieren. An Auftraggebern und Webdesignern im deutschsprachigen Raum geht diese Entwicklung jedoch offenbar vorbei.

Mein Sohn Piet beim Schlafen
Endlich wieder Zeit für die schönen Dinge des Lebens statt Browsertesting
Jeder, der schon etwas länger mit Webdesign zu tun hat, erinnert sich mit Grausen an die Zeit, als jeder Browser seine eigene Interpretation einer Webseite lieferte. Auch sind den meisten die unsäglichen Leiden vertraut, die es mit sich brachte, ein Layout (halbwegs) pixelgenau mithilfe von Tabellen und Blindgifs umzusetzen. Dass die aktuellen Browsergenerationen durch ihre Unterstützung von XHTML und CSS diese Zustände der Vergangenheit angehören lassen, scheint an deutschen Webdesignern eher vorbeigegangen zu sein.

Der Vorteil von Seitengestaltung mit XHTML und CSS liegt darin, dass sich Inhalt und Layout in zwei getrennten Dateien befinden. Ein besonders schönes und inzwischen beinahe klassisch zu nennendes Beispiel findet sich im Zengarten von Dave Shea, denn hier wird die selbe HTML-Seite mit Hilfe hunderter verschiedener Stylesheets in völlig verschiedenen Layouts präsentiert.

Speziell bei kleineren Internetauftritten könnte man so den in der Implementierung kostspieligen Einsatz eines Content Manangement Systems vermeiden, wenn auf Seite des Kunden gewisse rudimentäre HTML-Kenntnisse vorhanden wären. Außerdem ließe sich die Zeit, die bisher für die aufwendige Browsererkennung und das Skripting für die verschiedenen Typen verwendet wurde, in Zukunft wesentlich sinnvoller in eine fundierte Siteplanung oder Usability-Testings investieren.

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©2006 Philipp Schilling | Letzte Änderung 7. Februar 2005

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