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23. Februar 2005

Der Kunde ist König, so oder so.

Der Kunde soll haben, was der Kunde will. Oder besser noch was der Kunde braucht. Beratung soll herausfinden, was der Kunde braucht.

Drei verschiedene Arten, „König“ als Logotype darzustellen
König ist er so oder so, aber was braucht der Kunde denn wirklich?
Designer wollen ihren Kunden meistens das tollste und spanndendste Design verkaufen. Denn schließlich könnte man ja mal in die Verlegenheit kommen, einem Kollegen eigene Arbeiten präsentieren zu müssen.

Es ist unbestritten, dass die Qualität der Arbeit in jedem Fall höchste Priorität genießt, aber wenn es um Stil und Aussage der Arbeit geht, sollte es keine Rolle spielen, was man eigentlich gerne machen würde (oder bereits in der Schublade liegen hat), sondern was der Kunde braucht. Dazu muss dieser jedoch auch selbst bereit sein, dies herausfinden zu wollen. Und bereit sein, die dann unumgängliche Analysephase zu finanzieren. Oder, was noch besser wäre, sich bereits über die Identität seines Unternehmens im Klaren sein.

Natürlich werden Designer auch wegen (oder trotz) ihres eigenen Stils gebucht, aber die Grenzen dieses Stils sollten dort liegen, wo es dem Kunden nützt. Es gilt schlicht, den schmalen Grat zwischen den Vorstellungen des Kunden und dem, was angebracht wäre, zu finden und (trotzdem?) gutes Design zu fabrizieren. 

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©2006 Philipp Schilling | Letzte Änderung 23. Februar 2005

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