5. Dezember 2005
Als Dr. Thomas Waddell 1981 die Gay-Games-Bewegung in Leben rief, hätte er sich vermutlich nicht träumen lassen, wie sich diese einmal entwickeln würde: Bereits an den ersten Gay Games in San Fransisco nahmen 1 350 Sportlerinnen und Sportler aus zwölf Ländern teil. Für 2010 werden in Köln 12 000 Athleten erwartet, und dabei ist es egal, ob sie homo, bi, transgender oder hetero sind.
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Zwölf von über dreißig Sportarten, die bei den Gay Games angeboten werden.In erster Linie geht es bei den Gay Games natürlich um Sport und darum, eigene Höchstleistungen zu vollbringen, wobei sämtliche Disziplinen nach den Richtlinien der jeweiligen internationalen Verbände ausgetragen werden, so dass durchaus auch der ein oder andere Weltrekord fallen könnte … Zugleich steht die Veranstaltung natürlich auch unter einem politischen Stern. Hella von Sinnen formuliert es sehr treffend, wenn sie sagt, sie „könnte weinen vor Glück bei der Vorstellung, dass zwei Lesben aus Peking, die in ihrer Heimat ihre Liebe nicht zeigen dürfen, bei uns in Kölle Hand in Hand zum Stadion schlendern können.“
Das Erscheinungsbild wurde in Zusammenarbeit mit dem AK Marketing des Bewerbungsteams für die Gay Games entwickelt. Ziel war es, ein Design zu erarbeiten, das auch in fünf Jahren noch Gültigkeit hat. Dies sollte unter anderem durch den Wegfall sämtlicher Homo-Symbolik wie beispielsweise eines Regenbogens erreicht werden. Durch die Verwendung von Silhouetten, die in ihren Konturen (speziell um die Hüfte) nachbearbeitet wurden, konnte auch einer Forderung der FGG nachgekommen werden, die eine geschlechtsneutrale Darstellung des Logos verlangt. Zusätzlich zum eigentlichen Logo wurde eine Piktogramm-Serie entwickelt, die sämtliche angebotenen Sportarten umfasst und die beispielsweise für ein Leitsystem verwendet werden könnte. In Zusammenarbeit mit der Videoproduktionsfirma Carasana wurde sogar ein Bewerbungsspot (auch für Windows-Mediaplayer) produziert, in dem die Animierbarkeit des Corporate Designs demonstriert wird.
Die nächsten Gay Games finden übrigens 2006 in Chicago statt. Dann kann sich jeder schon mal ein ungefähres Bild davon machen, was 2010 auf Köln zukommt. Und herausfinden, warum Sir Elton John Gay-Games-Botschafter ist.